Kosmetikinstitut „Zeitwunder“ in Berlin

In den letzten 15 Jahren habe ich genau 3 Kosmetikinstitute kennengelernt, die ich empfehle und denen ich treu bin. 3! In 15 Jahren! Ich weiß ja, dass ich super kritisch und pingelig bin aber dieser Schnitt ist sogar für mich krass. Seis drum, von dem einen gibt es heute den ersten kleinen Einblick:

Das Zeitwunder in Berlin. Gibts in Berlin übrigens zweimal und einmal in Bad Wörishofen.

Die Homepage verrät „Medicine meets Beauty“. Klingt für mich gut, ich habe nichts gegen etwas mehr Wissenschaftlichkeit in Schönheitsprodukten und weiß Produkte zu schätzen, die kurz vor „Medizin“ sind. Und das schreibt eine Naturkosmetikliebhaberin! Es geht eben beides und das Eine kann nicht gut sein ohne das Andere.

Ehrlich, ich hatte das Zeitwunder immer auf dem Schirm, wenn ich meine jane iredale Produkte online kaufen wollte. Das daran aber ein so exklusives Kosmetikinstitut angeschlossen ist, hab ich einfach nicht gerafft 😀

Ich würde mich niemals beim ersten Besuch bei einer Kosmetikerin einfach hinlegen und sie „machen lassen“. Ich habe doch so viele Fragen! Zeigt mir eure Hände! Eure Haut! Welche Produkte nehmt ihr und warum? Welche Geräte verwendet ihr? Wie lange gibt es euch schon? Habt ihr eine Ausbildung oder ein Wochenendseminar besucht mit Zertifikat (man glaubt ja nicht, was sich alles „Kosmetikerin“ nennt)? Was könnt ihr mir Gutes tun? Wie haltet ihr es mit Naturkosmetik? Macht jede von euch alles oder hat jeder seinen Bereich (Kompetenzverteilung und so)?

Die Damen im Zeitwunder sehen es ganz genauso und daher gab es bei einem Glas Vitaminwasser erstmal ein sehr angenehmes Kennenlerngespräch und ich konnte meine Fragen loswerden.

Hochsympathisch macht das Zeitwunder, dass es auf 3 Säulen fußt:

Ernährung, Pflegeprodukte, Make-up.

Mal ehrlich, die tollste Creme nutzt nichts, wenn man nur ungesund ißt und auch die tollste Haut braucht pflegendes Make-up.

Da mein kleiner Bericht eine first impression ist, vernachlässige ich jetzt die Pflegeprodukte und die Ernährung, dazu später mehr, und komme zurück zum Thema.

Petra, eine furchtbar nette Lady, (ich weiß ihr wahres Alter und hätte vor Neid fast in meine Hand gebissen—boh!), entfernte als erstes mein Make-up.

201705271738298308Mit nichts als mit einem „Lappen“, der nass gemacht wurde. Kein Reinigungsschaum, kein Reinigungsgel, nichts. Ich war versucht ihr einen Vogel zu zeigen und rauszulaufen. Ich meine, hallo? Das weiß ja wohl jeder, dass man sein Gesicht mit Reinigungsschaum wäscht, wie soll denn sonst bitte das Make-up abgehen? Und der ganze Talk und Schmutz? Petra hat aber irgendwie eine so beruhigende Art, dass ich sie nicht gleich angesprungen bin und es ausprobiert habe.

Hier nun mein Fazit und verzeiht meine Wortwahl: WAS. FÜR. EIN. GEILES. TEIL! Mein Make-up war weg, restlos, total, nichts mehr übrig und das Schönste, kein bisschen Hautspannen, nichts. Ich bin verliebt! ❤

Anwendung: Du machst das „Magic Mitt“ mit warmen Wasser nass, ziehst es über deine Hand und benutzt es wie einen normalen Waschlappen. Ist die eine Seite voll mit Make-up, wenden und die andere Seite reicht um alles vollständig runterzubekommen. Übrigens nicht nur mein Tagesmakeup sondern auch mein „Boom-Ausgeh-Make-up“ 🙂 Die Reinigung funktioniert super einfach, Klecks Seife, von Hand waschen und das wars. Wer mag, gibts im  Online-Shop vom Zeitwunder.

Ich verstehe nicht, wieso das funktioniert aber das ist mir herzlich egal. Außerdem ist es von jane iredale und damit kann es eigentlich nur gut sein.

An diesem Punkt war ich schon ein wenig verliebt und bereit meinen Kopf auf eine Ablage zu einer Kamera zu legen (ähnlich wie beim Augentest), freundlich zu lächeln, mein Gesicht knipsen zu lassen und die Ergebnisse mit Petra zu besprechen: 3DHautanalyse.

Normalerweise guckt ja eine Kosmetikerin mittels Lupe sich die Haut an und weiß, welcher Hauttyp man ist. Mittels dieser 3D Hautanalyse (bzw. „Advanced Skin Analysis“ ) wurde mit einer Spezialkamera ein Foto meiner Haut gemacht, so dass die Gesichtsoberfläche meiner Haut bis in die Tiefe analysiert werden konnte. Kurz: es ist eine detaillierte Bestandsaufnahme meiner Haut (biologisches Alter, Faltentiefe, Pigmentstörungen, Hauttyp, Elastizität, Trockenheit etc.). Was natürlich auch bedeutet, dass man im Laufe der Kosmetikbehandlungen auch die Fortschritte erkennen kann.  An dieser Stelle hätte ich übrigens einen Schnaps vertragen können, denn auch meine Hautsünden aus der Vergangenheit wurden offenbar und die sind zahllos: ungeschützt in der Sonne liegen, Sonnenbrand, schlechte Ernärung, wenig Schlaf, Zigaretten, fragwürdigste Produkte und so weiter.

Hätte Petra mir jetzt übrigens gesagt, dass ich das und das brauche, wäre ich gegangen. Doch das Gegenteil war der Fall. Sie beruhigte mich hinsichtlich der Ergebnisse, wollte genauer wissen, welche Produkte ich nehme, hat diese auch nicht schlecht gemacht, im Gegenteil. Größeren „Ärger“ gab es nur als ich ihr erzählte, wie oft ich mein Gesicht peele und dass ich jeden zweiten Abend eine elektrische Reinigungsbürste nehme. Ich ahnte es witzigerweise schon, dass das mit dem Peelen nicht immer so gut ist, nunja, die elektrische Reinigungsbürste nehme ich seit diesem Gespräch für den Po 😉 Und Sonnencreme! Mädels, cremt euch ein! Ich mache es zum Glück seit einigen Jahren auch im Winter, meist sehr diszipliniert, nach meinem Besuch fast manisch 😉

Am Ende stand mein Hauttyp, meine Mangel in der Ernährung waren offenbar (zuviel Zucker, der Mist verklebt die Zellen) und ich hab das Gefühl sie beim nächsten Mal noch mehr an meine Haut ranzulassen. Außerdem hat sie schmuselweiche, gepflege Hände von ihrer ganzen Toperscheinung mal abgesehen.

Nun stand ich da, mein Make-up war ja nun restlos weg und drei Meter entfernt stand mein wahrgewordener Traum: der große Schminktisch mit Produkten nur von jane iredale. Kommt zu Mama! ❤

20170530_225030Ich kam zu der Visagistin Madlen, ungefähr in meinem Alter, also 36, sagt sie. Ich glaube da hat sie geflunkert, sie ist garantiert keinen Tag älter als 28 😉 und der schönste Teil des Besuches fing an: Make-up aussuchen. Auch hier blieb das Zeitwunder seinem Stil treu. Madlen erkundigte sich erst, welche Produkte ich kenne, mag, welches Make-up ich bevorzuge usw. und wir überlegten uns gemeinsam, wie mein Make-up aussieht. Was ich sehr, sehr zu schätzen weiß, wenn ein Vollprofi mit seinem Künsten nicht geizt, sondern sie weitergibt. Madlen hat mir mit Engelsgeduld und einer saucoolen Art expliziert erklärt, wie ich die einzelnen Produkte verwende und was soll ich sagen: ich habe das Puder jahrelang falsch aufgetragen. 😦 Sah aber trotzdem gut aus 🙂 Offensichtlich ist es besser, wenn man das Puder sanft von oben nach unten über das Gesicht verteilt und nicht wie ich, fröhlich in kreisenden Bewegungen 😀 Am Ende kam ein super schönes Ergebnis bei raus, dass von meinem Kollegen mit einem „hm, du siehst anders aus, bist du ausgeschlafen?“ quittiert wurde.

Liebe Petra, liebe Madlen, wenn ihr das hier lest: DANKESCHÖN! Ich habe meinen ersten Besuch bei euch im Zeitwunder sehr, sehr genossen! Auf bald!

Ihr Lieben, wenn ihr also ein luxuriöses Kosmetikinstitut sucht, dass sich deutlich von dem gängigen Bild der Kosmetikinstitute unterscheidet, hier seit ihr richtig.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag! ❤

Eure Nita

Quelle: Zeitwunder Homepage

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