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Get ready with me: Geburtsvorbereitung Vol. 1

Während ich hier tippe, ist mein Bauchumfang auf 118 cm angewachsen, ich bin sehr optimistisch, dass ich die 20 Kilo Gewichtszunahme knacken werde *schluck*, mittlerweile bin ich weit in der 37. SSW und wenn es nach mir geht, möchte ich Krümelchen lieber jetzt als morgen schreiend im Arm haben. Doch bis er sein erstes großes Geheimnis vor seinen Eltern lüftet, shoppe ich wie doof, gucke Serien staffelweise pro Tag,  esse zu viel und lass die Wohnung Wohnung sein nutze ich die verbleibende Zeit ganz brav und bereite mich auf die Geburt vor:

Leinsamen für eine flutschigere Geburt & fürs Geschäft

wp-15186375260571683090732.jpgSpätestens seit der 5. SSW in der ich noch Progesteron UND Eisen nehmen musste, wurde Magnesium zu meinem besten Freund. Für mich eins der besten Dinge gegen Verstopfung, sooo erleichternd! Und auch wenn sich echte Geburtswehen kaum von oral verabreichtem Magnesium abhalten lassen werden, hiess es ab der 36. SSW „nix Magnesium und dafür wieder mehr Eisen als Vorbereitung für die Geburt, falls du Blut verlierst.“ Aha. Ist ja Kacke.  Mein Mann suchte gedanklich wieder seine Gasmaske aus dem ersten Trisemester und ich überlegte kurz die Geburt ganz abzusagen. Die Erinnerungen an wochenlange Verstopfungen gepaart mit Blähungen (jaaaa, kein schönes Thema, rümpft nur die Nase!) waren noch sehr präsent. Sie sind nicht schön. Nachzulesen hier.

Da indische Flohsamenschalen für mich aus Ekelgründen nicht in Frage kamen (ernsthaft, ich habe Grenzen und das Zeug bekomme ich auch mit zugehaltener Nase und vorheriger dreistündiger Meditation NICHT runter) landete ich schließlich bei geschrotteten Leinsamen und schlug zwei Fliegen mit einer Klappe:

So simpel, so günstig, so gesund. (Ich kaufe übrigens derzeit NICHT die Biovariante aus dem Supermarkt, da mir momentan die Rückrufrate, gerade bei Bioprodukten einfach zu hoch ist. Und auf so eine kleine Listerienvergiftung oder Schimmelsporen habe ich eher keine Lust). Da ich morgens eh Obst mit  Joghurt und Haferflocken esse, kommt noch ein Eßlöffel geschrottete Leinsamen hinzu und drei Dinger werden flutschiger:

  • Leinsamen bindet ganz wunderbar Wasser im Darm, wodurch der Stuhl aufgeweicht wird und der Stuhlgang angeregt wird. Genau das was ich will. Und es hilft definitiv. Vergesst nur nicht ein Glas extra pro Tag zu trinken, wäre doof wenn ihr den gegenteiligen Effekt habt. Ich, Streber ich, bin ja gerade bei 3,5 – 4 Litern köstlichem Wasser :p
  • Nicht so ganz unwichtig ist, dass Leinsamen auch die Gebärmutter anregt, wodurch die Geburt schneller eingeleitet  und die Wehentätigkeit gefördert werden kann. Und deshalb! fängt man mit regelmäßiger Einnahme auch erst ab der vollendeten 34. SSW  (=34+0) an
  • Leinsamen regt die Schleimproduktion der Scheide an und hilft damit die Austreibungsphase zu verkürzen und vor allem zu erleichtern. Ihr müsst euch einfach so ein bisschen eine Wasserrutsche vorstellen auf der euer Kleiner, eure Kleine euch besser entgegenrutscht.

Himbeerblättertee – kleiner Allrounder

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Nein, ich bin nicht unter die Drogendealer gegangen. Ich bin jetzt Himbeerblätterteetrinker. Fast so schön wie Wein…:D

Vor einigen Wochen drückte meine Freundin, die gerade entbunden hat, mir ihre angefangenen Himbeerblättertee in die Hand, guckte mir tief in die Augen und meinte „das wirst du brauchen, trink es!“. Ähnlich verhielt sich ein paar Tage später meine Hebamme, die mich dazu verdonnerte ab der vollendeten 34. SSW  (=34+0) mir jeden Tag eine Tasse mit einem gehäuften Teelöffel von diesem Gebräu, Zeug, Kram Tee zu machen und zu trinken.

Geschmacklich spielt es in der Liga „die paar Wochen würg ich es mir halt runter“.

Bei Himbeerblättertee dachte ich ja immer, dass der dafür da ist, dass die Wehen einsetzen und war ziemlich baff, dass ich den doch so früh nehmen sollte. Wie so vieles, ist das nicht die ganze Wahrheit. Ja, Himbeerblättertee kann sanft die Wehen anstupsen aber es kann noch mehr:

  • die Beckenbodenmuskulatur wird gelockert (also Niesen und gleichzeitig Pipi verlieren geht von Tag zu Tag besser)
  • er regt die Darmtätigkeit an und hat nicht ganz so wenig  Vitamin C, Kalzium und Eisen (kann ich dann bitte mit diesen doofen Eisentabletten aufhören?! )
  • entspannt die Gebärmutter (ich will nicht wissen wie es ohne wäre, denn mein derzeitigen Kontraktionen sind viel und dafür stark), wirkt krampflösend und meine Senkwehen habe ich gemerkt, fand sie aber null unangenehm
  • entscheidend für mich ist aber, dass die zweite Wehenphase deutlich schmerzfreier und kürzer sein soll (ich werde berichten) und absolut oberentscheidend
  • der Tee soll mir mehr innere Ruhe und Gelassenheit geben. (Ich vermute, dass es einfach noch ein paar Wochen oder Jahre dauert, bis der Effekt einsetzt. Also, wenn ich das dann im Wochenbett merke, ist alles toll.)

Übrigens soll Himbeerblättertee auch toll bei Kinderwunsch sein, da es die Gebärmutterschleimhaut mit aufbaut und Zyklus regulierend wirken soll.

Hilft es? Natürlich kann ich das Ganze erst nach der Geburt final bestätigten. Doch, bisher kann ich sagen, dass sich eines morgens folgender telefonischer Dialog mit meinem Mann abspielte:

Mein Mann: „blabla….blablabla…“
Ich: „Hm, du Schatz, ich glaub ich lauf gerade aus….son bisschen….irgendwie…ist ja komisch.“
Mein Mann: *Schnappatmung* „Du willst mir doch nicht sagen, dass dir gerade die Fruchtblase geplatzt ist!“
Ich: „Woher verdammt soll ich das wissen! Ich laufe aus! Moment, ich check das mal und meld mich.“

Fummel. Such. Tupf. Tupf… Tupf. Tupf….Tupf. Entwarnung! Und die Bestätigung, dass Leinsamen und Himbeerblättertee offensichtlich wirkt. Und meine Hebamme hat sich bei der Untersuchung über meine innere Weichheit sehr gefreut.

Dammmassage oder Dampfbad – die Sache mit dem Dammriss

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Heublumenblüten getrocknet und mit dem unvergleichlichen Duft „Urlaub auf dem Bauernhof“

Dank meiner Hämorriden wird die Gegend eh geschmeidig gehalten aber ich tu ja alles um einen Riss bei der Geburt zu vermeiden. Unter anderem will ich zur Geburt nicht wissen auf wieviele Zentimeter Krümelchen geschätzt wird. Was ich nicht weiß macht mich nicht heiß. Ich lerne unseren Dickkopf noch früh genug kennen.  ❤

In der SSW 36 hatte er die 3 Kilo geknackt und die Ärztin grinste beim Ultraschall vor sich hin „er ist ja eher ein Brocken“. Das reicht als Info und war Motivation genug meinen Damm vorzubereiten. Dazu zählt übrigens auch mit meiner Hebamme abzuklären ob wir beide gleich ticken „reißen lassen oder schneiden“. Ich bin Team Reißen lassen, wegen der besseren Wundheilung nachher.

Eine Möglichkeit zum Vorbeugen wäre die Dammmassage. Ist.Absolut.Nicht.Meins. Bleibt also die Alternative des Heublumenblütendampfbades (DAS wäre doch mal ein schönes „Wort des Jahres“: kurz, prägnant und wenn man es ganz oft und schnell hintereinander ausspricht, trainiert man noch seine Zungenfertigkeit), die ich vorsichtig angetestet habe.

Die Erfindung des Heublumenblütendampfbades ist übrigens nichts Neues sondern wird aufgrund seiner durchblutungsfördernden und muskelentspannenden Wirkung seit Jahrhunderten geschätzt. Ich persönlich möchte einfach nur einen schön weichen Beckenboden. Ich brauch ja schließlich eine sportliche Herausforderung, wenn ich dann wieder mit Sport anfangen kann und was ist besser geeignet als ein schlackender Beckenboden? Eben.

Ab SSW 38 stelle ich also 3 mal die Woche einen Blumentopf mit einer Handvoll Heublumenblüten mit heißem Wasser übergossen, in die Toilette und setz mich für ca. 10 Minuten auf die Toilettenbrille. Handtuch über die Beine, damit der Dampf nicht verschwindet, es sei denn ihr seid so SuperHardcoreSchwangere, die nicht breitbeinig grunzend auf der Toilette sitzen. Ähm, ihr solltet allerdings vorsichtig in der Annäherung eures Popos ans heiße Wasser sein…

Shoplink – Heublumenblüten

Ich dachte mir, die Zeit auf der Toilette werde ich die Ruhe genießen und den Rat meiner Freundin beherzigen „Du wirst nie wieder alleine auf Toilette sein. Also wirklich NIE wieder. EGAL was du auf Toilette machst 😀 Genieß es, solange es geht.“

Fortsetzung folgt:

MORGEN

Alles  Liebe

Eure Nita

Und eins noch zur Beachtung: ich bin kein Arzt und haben auch keinerlei medizinischen Hintergrund. Das was ich hier schreibe, sind meine Erfahrungen aufgrund von Empfehlungen von Fachleuten. Bevor ihr irgendetwas ausprobiert solltet ihr mit eurem Arzt oder Hebamme sprechen. 

3 Kommentare zu „Get ready with me: Geburtsvorbereitung Vol. 1

  1. Schatz, ich bin entzückt von diesen ganzen Delikatessen, die du so in dich hinein arbeitest. Hach, ich glaube da kann Krümelchen einfach nur rausflutschen und du hast dann ein „Geht doch!“ auf den Lippe.
    Übrigens sind Flohsamenschalen gar nicht schlimm. Ein wenig unters Müsli gemischt, bekommst du davon gar nichts mit. Aber die Leinsamen sind ja ebenfalls empfehlenswert.
    Hab noch einen entspannten Tag vor dem Fernseher. 😉

    Gefällt 1 Person

    1. Also, so ein Flutsch und ich kann ihn knutschen wär schon toll 😍🍀💙 Ich gleiche diesen kulinarischen Hochgenuss natürlich aus mit besseren Dingen wie Käsekuchen 😬 ich sollte mir übrigens gemahlenen Flohsamen in Wasser auflösen und trinken. DAS ging bei aller Liebe nur einmal 🙈😱😘😘

      Gefällt 1 Person

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