Aus dem Bauch heraus · Weihnachten

Kleine Überlebenshelfer für die stillsten und heiligsten Nächte des Jahres

Damit Weihnachten das Fest der Liebe und nicht der Hiebe wird, kommen hier nun meine kleinen Überlebenshelfer, die auch variabel für alle Familienfeste angewendet werden können.

Übrigens. Der Blogbeitrag erschien zuerst als Gastbeitrag bei meiner lieben Bloggerkollegin Katharina von Schaumalher. Sie hat den gesamten Dezember einen zuckersüßen Adventskalender gemacht mit vielen, tollen Gastbeiträgen, die einem die Wartezeit aufs Geschenkeaufreissen sehr versüßen. ❤

„Nein“ ist ein schönes Wort

Und das Schönste, je öfter man es sagt, desto leichter geht es über die Lippen.

„Nein, danke, ich möchte keinen 5. Nachschlag.“
„Nein, danke, ich möchte jetzt nicht zum 6. mal mit meiner Nichte/ Neffe Lego spielen.“
„Nein, wir können wirklich nicht am 25.12. um 15 Uhr bei Oma Gertrud und Tante Klara gleichzeitig sein.“

Setzt Grenzen! Und das nicht nur zu Weihnachten 😉 Je früher man das macht, umso wahrscheinlicher ist es, dass man auch noch ein freundliches „Nein“ über die Lippen bringt als wenn man fünf mal wischiwaschi antwortet.

Scheiß auf Perfektionismus

Die Staubschicht in der Wohnung vom Herbst ist noch da? Nun, die wird auch noch Sylvester da sein, da sie nicht wegrennt.

Die Ente ist irgendwie furztrocken? Dann trinkt mehr Wein, damit sie besser rutscht!

Die Hose, die ihr euch extra für DEEEEN Abend gekauft habt, kneift? Dafür waren hoffentlich die Plätzchen vorher lecker. Man kann nicht alles haben.

Vergesst nicht, ihr bekommt am Ende des Weihnachtsfestes kein Fleißbienchen oder eine 1 für tadelloses Benehmen eurer Kinder. Der Michelin Stern wird euch leider, leider auch nicht verliehen. Und jeder, der sich über Dreck hinter, auf oder vor den Schränken beschwert, kann gerne saubermachen. Kauft lieber Swiffer auf Vorrat als zu wenig zu schlafen, weil ihr um Sorge um die Gans seid.

Akzeptanz statt Erwartungshaltung

Das man zu Weihnachten etwas angespannt ist, ist nicht wirklich unnormal. Unser Tagesablauf ist völlig anders, das Essen sowieso und normalerweise haben wir unsere Familie so eng und so lange nicht um uns rum. Das diese Situation zu Anspannungen führt ist logisch. Total unlogisch wäre, wenn jemand, der seit 50 Jahren unpünktlich ist, gerade zu Weihnachten pünktlich am Tisch sitzt. Oder jemand, der lieblose Geschenke macht, wird mit einem mal nicht vor Kreativität sprühen. Das selbe gilt für Zicken, Miesepeter und Krümelkacker. Ihr könnt sie nicht ändern, wohl aber eure Haltung. Lasst sie sein wie sie wollen und erwartet vor allem nichts, was diese Menschen niemals leisten können. Entzieht euch, wenn unmögliches Verhalten euch schadet und fangt an zu Essen, wenn Herr oder Frau Alwayslate nicht pünktlich beim Essen ist. Oder sollen alle Hungern weil sich eine Person falsch verhält?

Wasser und Schlaf sind eure besten Freunde

Und Notfalls ne Aspirin. Schweres Essen, trockene Heizungsluft, Stress. Genug Gründe noch mehr auf euch zu achten und den Wasserbedarf um 1 Liter hochzuschrauben und abends einfach so früh wie möglich ins Bett zu gehen wie es geht.

Klärt Konflikte! Aber nicht an Weihnachten

In jeder Familie gibt es Pulverfassgesprächsthemen. Und die gehören Weihnachten ausgeklammert. Die Noten des Enkels („Ohjemine!“) die Partnerwahl der Tochter („Macht der etwa was mit Kuuunst?!“) der Job des Sohnes („Wirst du eigentlich noch irgendwann befördert?“) sind kein passendes Thema.  Auf ohnehin gereizte Nerven wirken solche Fragen wie ein Streichholz und Dynamit. Und mal ehrlich, wenn diese Themen Weihnachten zur Sprache kommen, dann ist das nichts anderes als ein Zeichen dafür, dass ihr euch unterhalb des Jahres viel zu selten seht. #meinjanur

Haut ab!

Und zwar raus an die frische Luft, aufs Klo, in den Keller oder wohin auch immer. Hauptsache ihr seid mal ganz alleine. Und bevor ihr mit einem mal zu zehnt einen kleinen ruhigen Spaziergang machen müsst, da es keiner akzeptieren mag, dass ihr skandalöserweise mal alleine seid wollt: Notlügen sind erlaubt (im Leben) und wenn sie dafür herhalten müssen, dass ihr Abstand braucht, völlig ok. Jeder sollte Verständnis haben, wenn ihr mit diesen „üblen Kopfschmerzen“ mal kurz an die frische Luft müsst.

Ich wünsche euch ein super schönes, friedliches und vor allem harmonisches Fest!

Alles Liebe, Eure Nita

3 Kommentare zu „Kleine Überlebenshelfer für die stillsten und heiligsten Nächte des Jahres

  1. Sehr, sehr schön meine Liebe.
    Bin leider jetzt erst dazu gekommen, deinen Beitrag in Ruhe zu lesen.
    Aber…ich glaube in diesem Jahr habe ich alles richtig gemacht.
    Weihnachtsgeschenke wurden vor dem Urlaub gekauft und auch der Sauerbraten, der dann Heiligabend auf dem Tisch stand.
    Wir sind ja erst die Nacht auf den 24. zurück gekommen. Hach war das schön. Also brauchte schon mal keiner an HEILIGABEND bei uns auf der Matte stehen (die letzten Jahre war nämlich die ganze bucklige Familie da!).
    Am 1. Feiertag hab ich meinen Liebsten alleine zu seiner Familie geschickt und in Ruhe ausgepackt, gewaschen etc.
    Und am 2. …tja, irgendwie hatte meine Familie wohl mit nem verlängerten Urlaub gerechnet…
    Gut so. Auf der Couch war es schön!
    Hoffe ihr hattet auch ein entspanntes Weihnachtsfest.
    Ganz liebe Grüße und falls wir uns nicht mehr lesen: KOMM GUT INS NEUE JAHR!!!
    Yvonne 🙂

    Gefällt 1 Person

    1. Aww!!! Das klingt so richtig gut! ❤ Definitiv zum Nachmachen bestimmt. Ich fand das so cool als ich gesehen hab, dass ihr einfach abhaut! Eigentlich der beste Ratschlag für die Nerven. Ich überlege immer mehr ob ich meinen Mann nicht mal überrede weeeeeit wegzufliegen. Was das für Ruhr bringen muss zu Weihnachten! DU, ich wünsche dir auch einen sooo schönen Start in das neue Jahr aber ich wette wir lesen uns noch und ausserdem muss ich blamabel, blamabel echt noch scharf nachdenken wo ich in meiner Schwangerschaftsdemenz eins der wichtigsten Geschenke überhaupt versteckt habe. Damit ich es nicht verliere. Ich such seit dem 25ten morgens! :(((

      Gefällt 1 Person

      1. ☺️☺️☺️Hattest du es wenigstens ausgepackt? Auf jeden Fall hattest du es mit ins Hessenland gebracht. Tststs, die Schwangerschaftsabbrüche-Demenz ist echt tückisch 😂

        Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s